Gelungener Start für die neuen Planungen im Windpark Schwedeneck: Hohe Beteiligung und klare Antworten der Projektbeteiligten
Schwedeneck, 28. April 2026. Die Veranstaltung am Dienstagabend in Mißfeldts Gasthof hat eindrucksvoll gezeigt: Das Thema Windenergie bewegt die Menschen vor Ort. Der gut gefüllte Gastraum zeugte vom großen Interesse der Einwohner*innen an den geplanten Windkraftanlagen.
Das Gebiet für die Errichtung von bis zu sechs Windenergieanlagen zwischen Sprenge und Surendorf ist durch die aktuelle Regionalplanung des Landes erneut als Potenzialfläche ausgewiesen worden. Damit kann die Gemeindevertretung die zuvor ruhenden Planungen zur Änderung des Flächennutzungsplans wieder aufnehmen.
Aus diesem Anlass stellten der Projektentwickler WOTAN und das Büro für Architektur und Stadtplanung B2K die nächsten Planungsschritte vor. Mit der Einwohnerversammlung wurde die frühzeitige Öffentlichkeits-beteiligung für die F-Plan-Änderung gestartet, bevor auch die Träger öffentlicher Belange um ihre Stellungnahmen gebeten werden und die Gemeindevertretung erneut einen Entwurf für einen F-Plan beschließen kann.
Die Projektplaner stellten die mögliche Anordnung der Windkraftanlagen sowie die Lage der Potenzialfläche in Bezug zur Wohnbebauung vor und brachten eine Visualisierung mit. Ein besonderer Fokus lag bei der Vorstellung des Projekts auch auf dem Naturschutz. Vom Gutachterbüro BioConsult wurde ein modernes Vogelschutzsystem vorgestellt, das mittels künstlicher Intelligenz gezielt Kollisionen mit geschützten Vogelarten wie Adlern oder Rotmilanen verhindert. Diese Technologie unterstreicht, dass sich ökologische Verantwortung und Energiegewinnung nicht ausschließen, sondern ergänzen.
Neben dem ökologischen Aspekt profitieren auch die Gemeinde Schwedeneck und die Bürger*innen direkt: Durch den Windpark fließen zusätzliche Einnahmen in die Gemeindekasse: gemäß EEG-Regelung verspricht der Projektplaner bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde der tatsächlich eingespeisten Strommenge (sowie anteilig fiktiver Strommengen nach EEG) an die Gemeinde zu zahlen. Für Schwedeneck bedeutet dies – je nach Anzahl der Anlagen – zusätzliche Einnahmen von voraussichtlich 200.000 bis 250.000 Euro jährlich. Großes Interesse weckte zudem die Möglichkeit, dass Schwedenecker Bürger*innen sich mit eigenem Geld an dem Bürgerwindpark beteiligen können und finanziell profitieren.
Die Veranstaltung war geprägt von einem konstruktiven Dialog. Auch kritische Stimmen kamen zu Wort. Die Fragen konnten durch die Erläuterungen der Planer kompetent beantwortet werden.
Warum wir uns für die Windenergie in Schwedeneck einsetzen? Der Ausbau der Windenergie ist ein entscheidender Schritt zur Klimaneutralität und sichert unsere Lebensgrundlagen.
- Windenergie hilft uns, von fossilen Ressourcen unabhängig zu werden. Angesichts der aktuellen geopolitischen Ereignisse und der dadurch gestiegenen Preise für Sprit, Gas und Heizöl wird die Bedeutung regionaler, erneuerbarer Energien immer offensichtlicher.
- Erneuerbare Energien sind die günstigste Form der Energieerzeugung und damit nicht nur entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, sondern auch für bezahlbare Strompreise für uns Bürger*innen.
- Durch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten profitieren Bürger*innen direkt und Gewinne bleiben vor Ort.
- Die jährlichen Zusatzeinnahmen aus der Windkraft machen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Unterschied für den Gemeindehaushalt. Die Einnahmen können vor Ort investiert werden, z.B. in Schule, Kitas, Feuerwehren, Sportvereine, Verkehrsinfrastruktur und vieles mehr.
Bild: Herr Haack von Firma WOTAN
